Forschergeist – erfolgreiche Diplomarbeiten 2018

„Jugend und Bio-Landwirtschaft“ dies ist nur eines der spannenden Themen, mit denen sich heuer MaturantInnen der HLBLA St. Florian im Rahmen ihrer Diplomarbeit beschäftigten. Alle Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen absolvierten einen Teil ihrer Reife- und Diplomprüfung durch das Verfassen einer umfassenden schriftlichen Arbeit.Auf diese Art und Weise konnten sie erste wissenschaftliche Erfahrungen sammeln. Die Präsentation und Diskussion aller Diplomarbeiten fand bereits im Juni statt. Im Rahmen der Übergabe der Reife-und Diplomprüfungszeugnissen wurden nun noch die besten Arbeiten mit Geldpreisen prämiert.

Die Diplomarbeit ist eine in der Regel von Schülerteams durchgeführte, in sich geschlossene, außerhalb des Unterrichts im gesamten 5. Schuljahr erstellte Arbeit. Die Themenstellungen weisen einen land- und forstwirtschaftlichen oder diesem Berufsfeld verwandten Charakter auf und sind originell, aktuell und in vielen Fällen äußerst innovativ. Die Durchführung ist häufig in Kooperation mit namhaften außerschulischen Partnern erfolgt. Im Zuge der Präsentation findet auch eine Diskussion der Ergebnisse mit den BetreungslehrerInnen statt. Dabei handelte es sich um eine öffentliche Veranstaltung, deren Ergebnis in der Beurteilung der Diplomarbeit Berücksichtigung findet.

Die am besten bewerteten Arbeiten der HLBLA St. Florian wurden anschließend einer Jury noch einmal präsentiert und erhielten Preise, die vom Elternverein und Absolventenverband mit Unterstützung der Landwirtschaftskammer für OÖ, dem OÖ Biomasseverband, der Raiffeisen-Landesbank, der RWA Raiffeisen Ware Austria AG, der Berglandmilch, der Saatbau Linz und der Österreichischen Hagelversicherung gestiftet wurden.
Tobias Nagler und Clemens Stockenreiter, die mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurden, befassten sich in ihrer Arbeit mit dem Klimawandel und der Verschärfung der Borkenkäferproblematik in Oberösterreich und zeigten, dass eine Reduktion des Fichtenanteils, auch in höheren Lagen, unumgänglich ist. Der Einsatz von standortgerechten Mischwäldern wird für die zukünftige Waldwirtschaft eine bedeutende Rolle spielen. Eiche, Buche, Tanne, Douglasie und Lärche können, je nach Standort, als Alternative zur Fichte herangezogen werden.

Julia Schmidinger und Raphael Grünberger erreichten den 2. Platz. Sie untersuchten in Ihrer Diplomarbeit mit dem Titel „Jugend und Bio-Landwirtschaft“ was sich die Jugend und junge Erwachsene von der Bio-Lebensmittelproduktion erwarten und was sie über die Bio-Landwirtschaft wissen. Sie kommen in ihrer Arbeit zum Schluss, dass Bio Zukunft hat, denn 60 % der Jugendlichen und jungen Erwachsenen gehen davon aus, zukünftig mehr Bio-Produkte zu konsumieren.

Der 3. Platz ging an Benedikt Ecker, der sich mit der Eignung von Untersaaten und Doppelreihensaat für den Körnermaisanbau beschäftigte.

Weitere Preise gingen an: Ludwig Großpointner und Michael Kastinger, Dominik Kneidinger und Felix Stögbauer, Josef Oberlindober und Michael Reifeltshammer sowie Victoria Bleimschein, Florian Gramberger und Julian Jungreuthmayer.

„Lernen, Lehren, Forschen & Entwickeln und die Umsetzung von Projekten, das sind die Säulen unseres Bildungskonzeptes. So können wir die Neugier und den Forschergeist junger Menschen in Innovation ummünzen und letztendlich einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Absicherung des Wohlstands unserer Gesellschaft leisten“ meinte Direktor Hubert Fachberger.

Text: Mag.a Andrea Gornik

 

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