Patente auf Pflanzen und Tiere

Liebe Absolventeninnen und Absolventen,

der aktuelle Florianer befindet sich gerade im Versand. Seit dem Druck und Versand dieser Ausgabe hat sich einiges getan:

Die österr. Bauernzeitung berichtet von einer „breiten Front gegen die Patente auf Pflanzen“ und ruft zu einer Unterstützung der Petition auf, in den OÖ LK-Nachrichten „der Bauer“ wird ebenfalls aktuell auf die Problematik eingegangen.

Auf der Petitionshomepage www.keinpatentaufleben.at wird nun für den nächsten Schritt, dem Einspruch auf ein bereits ausgestelltes Patent auf Tomaten geworben. Ich bitte auch hier alle, die diese Sichtweise teilen, sich an diesem Einspruch zu beteiligen!

Josef Winter, 9.4.2016

Update 28.4.2016: Die Landwirtschaftskammer OÖ hat sich nun in einer Presse-Aussendung klar gegen Patente auf Pflanzen und Tiere ausgesprochen.

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Liebe Absolventeninnen und Absolventen,

in eigener Sache möchte ich dieses Thema aufgreifen und bitten, euch aktiv damit auseinanderzusetzen, um hier einen Mißstand in der Europäischen Union entgegenzuwirken. Im Mitteilungsblatt der LK OÖ wurde in der Ausgabe 52-53/2015 auf Seite 28 zwar kurz einmal kritisch dazu berichtet („Europas Politik müsste oder sollte dringend handeln“), weitere Aktivitäten wurden aber offenbar nicht gesetzt.

Nun haben einige NGOs wie BIO-Austrian, Arche Noah und weitere eine Petition gegen diese Praxis des Europäischen Patentamts gestartet. Trotz der medial geringen Unterstützung wurden in nur einer Woche mehr als 50.000 Unterschriften gegen Patente auf Pflanzen und Tiere gesammelt:

Die Initiatoren der Petition „Keine Patente auf Pflanzen und Tiere!“ ziehen nach einer Woche eine erste überaus positive Zwischenbilanz – fast 50.000 Menschen haben die Petition von ARCHE NOAH, BIO AUSTRIA und der Gewerkschaft PRO-GE unter www.keinpatentaufleben.at bisher bereits unterstützt. „Diese breite Unterstützung innerhalb kürzester Zeit zeigt: die Bürgerinnen und Bürger identifizieren sich mit dem Anliegen, lehnen Patente auf Pflanzen und Tiere dezidiert ab und formulieren einen klaren Auftrag an die Politik. Die zuständigen Ministerien, allen voran das Infrastrukturministerium, aber auch das Wirtschaftsministerium sind nun dringend gefordert, sich auf europäischer Ebene gegen die fragwürdige und unethische Patentierungspraxis des Europäischen Patentamtes einzusetzen“, sagt Iga Niznik, Politik-Sprecherin bei ARCHE NOAH. „Um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen, werden nach dem erfolgreichen Auftakt auch in den nächsten Wochen und Monaten weiter Unterschriften gesammelt. Wir sind zuversichtlich, dass noch viele weitere Menschen ihre Stimme gegen die Patentierung von Leben abgeben“, bekräftigt Thomas Fertl, Leiter der Abteilung Politik und Innovation bei BIO AUSTRIA.

http://www.keinpatentaufleben.at/

Ich ersuche alle, die meine Sicht der Dinge teilen, diese Petition zu unterstützen und in ihren Wirkungsbereich entsprechend weiterzuleiten und nach Möglichkeit Schritte zur Zielerreichung zu setzen. Danke!

Josef Winter, 28.2.2016

http://kurier.at/wirtschaft/wirtschaftspolitik/bereits-ueber-1400-antraege-fuer-patente-auf-pflanzen/181.815.263

http://kurier.at/wirtschaft/marktplatz/konzerne-sichern-sich-pflanzen-ngos-laufen-mit-petition-sturm/181.761.576

http://derstandard.at/2000031359012/Patente-auf-Leben-werden-in-der-EU-Realitaet

 

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